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Blog & Magazin
Hunde an Bord

Inhaltsverzeichnis:
1. Sicherheit an Bord – Was dein Hund wirklich braucht
2. Unterbringung: Schlafplätze, Rückzugsorte und Toilettenlösungen
3. Ratgeber, Trainingsmethoden und Tests für Hundehalter
4. Welche Hunde sich für das Leben auf einem Boot eignen
5. Futter und Wasserversorgung an Bord
6. Reisekrankheit und Seekrankheit bei Hunden – Was tun
7. Fazit: Mit dem Hund auf See – ein Abenteuer für euch beide
1. Sicherheit an Bord – Dein Hund an Deck
Dein Hund ist an Bord nicht nur ein treuer Begleiter, sondern oft auch dein kleinster „Wachposten“. Damit ihr eure Zeit auf dem Boot unbeschwert genießen könnt, ist Sicherheit das A und O.
Wichtige Maßnahmen: Sicherheitsgeschirr und Leine: So läuft dein Hund bei Manövern oder im Hafen nicht unkontrolliert über Deck oder ins Wasser.
Relingsnetze: Sie verhindern ungewollte Ausrutscher und geben dir ein zusätzliches Sicherheitsgefühl.
Rutschfeste Unterlagen: Antirutschmatten oder Teppiche sorgen auch bei Schräglage oder Wellengang für sicheren Halt. Sichere Stauräume: Reinigungsmittel, Angelhaken oder Medikamente gehören außer Reichweite.
Schattige Plätze: Dein Hund überhitzt schnell – ein gut belüfteter, schattiger Bereich ist Pflicht.
Hundeschwimmweste: Selbst wenn dein Hund schwimmen kann – im Notfall kann sie Leben retten. Mit diesen einfachen Maßnahmen wird dein Boot zu einem sicheren Rückzugsort, an dem dein Hund entspannt die Welt entdecken kann.
2. Unterbringung: Schlafplätze, Rückzugsorte und Toilettenlösungen
Ein Boot ist für Hunde oft eine neue, aufregende Welt: ungewohnte Geräusche, wenig Platz, ständige Bewegung. Deshalb braucht dein Hund einen festen Ort, an dem er zur Ruhe kommen kann.
Schlaf- und Ruheplätze: Hundebett oder Matte in ruhiger Ecke unter Deck Transportbox oder Kennel, wenn dein Hund daran gewöhnt ist Schattige Plätze an Deck, damit er dich begleiten kann, ohne zu überhitzen. Ein wenig Spielzeug extra für das Boot kann helfen.
Toilettenlösungen: Kunstrasenmatten – oft die beste Bordlösung Pee-Pads für kleine Hunde oder Welpen Trainierte Bordtoilette (Kunstrasen + Duftmarker) Regelmäßige Landgänge, wenn möglich mit klaren Routinen fühlt sich dein Hund schnell sicher und geborgen.
3. Ratgeber, Trainingsmethoden und Tests für Hundehalter
Je besser du deinen Hund vorbereitest, desto entspannter wird euer Leben an Bord.
Trainingsschritte:
Bootsgewöhnung am Steg: Erst schnuppern, dann kurze Aufenthalte an Bord.
Leinengewöhnung an Deck: Besonders bei Hafenmanövern wichtig.
Geräuschtraining: Motorengeräusche, Wind, Wellen – langsam steigern.
Sicherheitsgeschirr üben: So gibt es im Ernstfall keine Überraschungen.
Tierärztliche Vorbereitung: Gesundheitscheck durchführen Impfstatus prüfen Beratung zu Reisekrankheit einholen Erste-Hilfe-Set für Hunde zusammenstellen.
Bootstauglichkeit testen: Reaktion auf Vibrationen beobachten Bewegung auf schwankendem Untergrund prüfen Verhalten in engen Räumen beobachten Stressresistenz bei neuen Geräuschen testen Mit Geduld und positiver Verstärkung wird dein Hund schnell zum echten Seebären.
4. Welche Hunde sich für das Leben auf einem Boot eignen Grundsätzlich kann fast jeder Hund mit aufs Boot – wenn er gut vorbereitet ist. Bestimmte Eigenschaften machen das Bordleben aber leichter.
Ideal sind Hunde, die: neugierig, aber nicht ängstlich sind eine enge Bindung zu dir haben stressresistent sind gut auf Kommandos hören körperlich gesund und beweglich sind.
Rassen, die oft gut klar kommen: Retriever (Labrador, Golden Retriever): Wasserliebend, entspannt, freundlich Spaniels: Aktiv, neugierig, gute Seefahrer Terrier: Robust und anpassungsfähig Mischlinge: Oft unkompliziert und flexibel. Curly-Hunde auf Booten sind oft der ideale Begleiter. Ob Lagotto Romagnolo, Irish Water Spaniel oder Curly-Coated Retriever – diese Hunde lieben Wasser und fühlen sich auf Booten richtig wohl. Zudem sind sie pflegeleicht und verlieren keine Haare.
Am Ende zählt aber immer der Charakter – nicht die Rasse.
5. Futter und Wasserversorgung an Bord
Auch auf dem Boot braucht dein Hund eine zuverlässige und gut geplante Versorgung. Achte darauf, hochwertiges Nass- oder Trockenfutter mitzunehmen und ergänze es durch ein paar Snacks, die du für Trainingseinheiten oder zur Beruhigung einsetzen kannst. Eine kleine Notration ist ebenfalls sinnvoll, falls eure Reise einmal länger dauert als geplant. Besonders wichtig ist frisches Trinkwasser – Meerwasser ist für Hunde absolut tabu. Verwende am besten rutschfeste Wassernäpfe oder spezielle Anti-Schlabber-Näpfe, damit auch bei Wellengang nichts verschüttet wird. Wenn du Strom an Bord hast, kann ein automatischer Trinkbrunnen zusätzlich dafür sorgen, dass dein Hund ausreichend trinkt. Gerade bei Hitze und körperlicher Bewegung steigt der Flüssigkeitsbedarf deutlich, daher solltest du immer großzügig planen und genügend Wasser bereithalten.
6. Reisekrankheit und Seekrankheit bei Hunden – Was tun
Ja, Hunde können seekrank werden – und das sogar häufiger, als viele denken. Typische Anzeichen dafür sind vermehrtes Speicheln, Unruhe, Erbrechen, Zittern, Rückzug oder Appetitlosigkeit. Wenn dein Hund zu Reisekrankheit neigt, hilft es, ihn langsam an das Boot und die ungewohnte Bewegung zu gewöhnen. Beginne mit sehr kurzen Fahrten und steigere die Dauer nach und nach. Ein ruhiger Platz unter Deck kann zusätzlich beruhigend wirken. Achte darauf, die Transportbox oder den Liegeplatz stabil zu fixieren, damit nichts rutscht. Bei Bedarf kann dir der Tierarzt geeignete Medikamente empfehlen. Bei Seekrankheit solltest du deinen Hund möglichst in der Bootsmitte unterbringen, da es dort am wenigsten schwankt. Frischluft und ein schattiger Platz wirken ebenfalls entlastend. Füttere vor der Fahrt nur kleine Portionen leicht verdaulichen Futters und vermeide zusätzlichen Stress. Wenn die Symptome stark ausgeprägt sind oder länger anhalten, ist eine tierärztliche Abklärung unbedingt ratsam.
7. Fazit: Mit dem Hund auf See – ein Abenteuer für euch beide
Mit der richtigen Vorbereitung wird das Leben an Bord für dich und deinen Hund zu einem wunderbaren Abenteuer. Sicherheit, klare Routinen und ein wenig Training machen den Unterschied. Achte auf die Bedürfnisse deines Hundes, gib ihm Zeit, sich einzuleben, und schon wird er sich an Bord genauso wohlfühlen wie du. Gemeinsam könnt ihr die Freiheit auf dem Wasser genießen – mit Wind im Fell, Sonne im Gesicht und einer Crew, die perfekt aufeinander eingespielt ist.
Trainingsplan für Hund und Halter – Schritt für Schritt zum eingespielten Bordteam
